Achtung Sturzgefahr: Folgen für Seniorinnen und Senioren können dramatisch sein

Um weitere Stürze zu vermeiden, schränken Sturzopfer Aktivität und Bewegung oft stark ein. Doch dadurch verringert sich das Koordinationsvermögen, und die altersbedingt bereits schwindende Muskulatur wird noch schneller abgebaut. In der stationären Rehabilitation im Klinikum am Kurpark Baden erfahren Betroffene, wie sie Stürze künftig vermeiden können, und trainieren gezielt Gleichgewicht, Koordination und Muskelkraft. „In der Pflege sehen wir täglich die körperlichen und psychischen Folgen von Stürzen. Nach einem ersten Vorfall sollten die Ursachen unbedingt abgeklärt und so weit wie möglich beseitigt werden, damit Lebensqualität und Selbstständigkeit erhalten bleiben“, erklärt Andrea Karner.

 

Tipps: So vermeiden Sie Stürze

  • Immer festes Schuhwerk mit rutschfesten Sohlen und niedrigen Absätzen tragen.
  • Vorhandene Hilfsmittel wie Brille, Hörgerät, Rollator oder Stöcke verwenden.
  • Stolperfallen wie dicke Fußmatten, rutschige Teppiche, herumliegende Kabel oder fehlerhafte Bodenbeläge entfernen.
  • Kurzzeitig benötigte Elektrogeräte wie Bügeleisen oder Staubsauger gleich nach Gebrauch wieder wegräumen, da ihre Kabel besonders oft Stürze verursachen.
  • Türschwellen vermeiden oder farblich markieren. Die erste und letzte Stufe markieren, damit sie besser sichtbar sind.
  • Auf gute Beleuchtung achten, auch ein Nachtlicht und Bewegungsmelder bringen viele Vorteile.
  • Ein Handlauf in Stiegenhaus, Dusche und Toilette unterstützt beim Treppensteigen beziehungsweise Aufstehen.
  • Zur Körperpflege eine rutschfeste Unterlage oder einen Hocker verwenden.

 

 

  • Ein höheres Bett erleichtert Aufstehen und Hinlegen.
  • Bei der Gartenarbeit Leitern und Gerüste regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit prüfen.
  • Gartengeräte und Handwerkszeug gut gesichert und leicht erreichbar aufbewahren.
  • Im Winter Einkäufe auf den frühen Nachmittag verschieben, wenn die Sonne das Glatteis geschmolzen hat.
  • Medikamente so einnehmen, wie sie von der Ärztin/vom Arzt verordnet wurden.
  • Besonders bei Schwindel auf die eigene Sicherheit achten und gegebenenfalls die Ärztin/den Arzt kontaktieren.

Zurück
Magazin rehaZEIT (Ausgabe 2020)