Rheuma: Neuartiger Entzündungsmechanismus entdeckt

Unter dem Begriff „Rheuma“ werden rund 400 verschiedene Krankheitsbilder zusammengefasst. Die rheumatoide Arthritis ist eine chronische Entzündung der Gelenke, jeder hundertste Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens daran. Die genauen Ursachen für die Entstehung sind noch nicht bekannt, jedoch werden eine genetische Veranlagung und Umweltfaktoren dahinter vermutet.

 

In der Diagnose einer rheumatoiden Arthritis sind Autoantikörper ein wichtiger Nachweis. Ihr Vorkommen gegen bestimmte Eiweißmoleküle im Körper deutet darauf hin, dass eine gestörte Enzymaktivität zur Entstehung der Krankheit beiträgt. Die WissenschaftlerInnen fanden heraus, dass es in den weißen Blutkörperchen (Fresszellen) bei einer entzündlichen Form des Zelltods zu einer Aktivierung eines bestimmten Enzyms kommt, den sogenannten Peptidylarginin-Deiminasen (PAD). Noch ist nicht bekannt, welche Abfolge von Ereignissen zur Aktivierung dieser PAD-Enzyme während einer Entzündungsreaktion führen.

 

Die rheumatoide Arthritis entwickelt sich überproportional häufig bei RaucherInnen. Eine Erklärung dafür könnte diese Form des entzündlichen Zelltods sein, die bereits zuvor in Lungenproben von RaucherInnen nachgewiesen wurde.

 

Das Klinikum am Kurpark Baden ist auf entzündliche und degenerative Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates spezialisiert und betreut Rheuma-PatientInnen mit einem umfassenden Therapieprogramm.


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Magazin rehaZEIT (Ausgabe 2019)