Sturzprophylaxe: Stürze im Alter vermeiden

Prellungen, Verstauchungen oder gar Brüche: Ein Sturz hat oft schwerwiegende Folgen. Vor allem im höheren Alter ist die Angst vor einem Sturz oftmals so hoch, dass es zur Vermeidung kommt oder gar Weigerung sich überhaupt zu bewegen. Genau das ist aber falsch. Viel wichtiger ist es, sich mit dem Thema Sturzprophylaxe zu beschäftigen und in Bewegung zu bleiben.

Die Angst vor einem Sturz ist verständlich. Rund 50 Prozent der Stürze älterer Personen gehen mit Knochenbrüchen einher. Besonders für ältere Menschen markiert ein Knochenbruch oft den Beginn der Pflegebedürftigkeit. Ein wichtiges Ziel der Sturzprävention ist, dass die Mobilität und Selbstständigkeit so gut wie möglich erhalten bleiben.

Bei der Sturzprophylaxe handelt es sich um Maßnahmen, die einem Sturzrisiko vorbeugen bzw. es vermeiden. Das sind regelmäßige Wiederholungen von Bewegungsübungen zur Verbesserung der Kraft und des Gleichgewichts bzw. bei Bedarf die Benützung von Hilfsmitteln. Außerdem ist der Teil der Sturzprophylaxe die Beseitigung von Gefahren, wie rutschige Teppiche, abstehende Teppichkanten, freiliegende Kabel oder Hindernisse wie Pflanzen oder Möbel, die in oft genutzten Wegen stehen.

Wer in Bewegung bleibt, ist weniger sturzgefährdet

Neben diesen Maßnahmen, die man im Wohnbereich vornimmt, sind regelmäßige Bewegung, gezieltes Krafttraining und Koordinationsübungen besonders wichtig. Dabei werden die Knochen gestärkt und die Koordination trainiert. Denn wer kräftiger ist, kann sich im Fall eines Sturzes selbst besser abfangen.

Ideale Ausdauersportarten für ältere Menschen sind Nordic Walking oder Schwimmen. Treppensteigen und zügiges Gehen sollten am besten jeden Tag in den Alltag integriert werden.


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Magazin rehaZEIT (Ausgabe 2024)