Weitere Spezialisierung im Klinikum am Kurpark Baden: Rehabilitation nach Amputation

In Österreich werden jährlich rund 2500 Amputationen durchgeführt. Am häufigsten betroffen sind die Beine. Während bei jüngeren Menschen oft Sport-, Verkehrs- und Arbeitsunfälle Grund für den Verlust einer Gliedmaße sind, liegen bei älteren Personen meist schwere arterielle Durchblutungsstörungen (periphere arterielle Verschlusskrankheit, auch „Schaufensterkrankheit“ genannt) oder Komplikationen bei Diabetes vor.

 

Interdisziplinäres Therapieteam

„Die Rehabilitation dauert zwischen drei und fünf Wochen, abhängig von der individuellen Situation der Betroffenen. Ein interdisziplinäres Team arbeitet gemeinsam mit der Patientin beziehungsweise dem Patienten an der Wiedereingliederung in das tägliche Leben. Dazu gehören Fachärztinnen und Fachärzte für Physikalische Medizin, Innere Medizin und Allgemeinmedizin sowie die Teams der Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Psychologie, Diätologie, Massage und Elektrotherapie“, berichtet Primar Dr. Christian Wiederer, Ärztlicher Direktor des Klinikums am Kurpark Baden.

 

Umfangreiche Unterstützung durch Pflegepersonal

Zu Beginn der Rehabilitation stehen die Versorgung des Stumpfes und die Schaffung der körperlichen und seelischen Voraussetzungen für die therapeutischen Maßnahmen im Vordergrund. Die Gangschulung mit Prothese, Rollstuhltraining sowie Kräftigung der Muskulatur und Steigerung der Leistungsfähigkeit sind ebenfalls Teil der Reha. Einen wesentlichen Beitrag leistet dabei die Pflege. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege versorgen die Wunde und sind für das korrekte Bandagieren des Stumpfes verantwortlich. Sie üben mit den Patientinnen und Patienten auch alltägliche Situationen, beispielsweise auch das An- und Ausziehen der Prothese, oft auch in Zusammenarbeit mit den Orthopädietechnikern“, so Pflegedirektorin Andrea Karner.

 


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Magazin rehaZEIT (Ausgabe 2021)